wie werde ich Bauingenieur

Wie werde ich Bauingenieur?
Bauingenieurwesen gehört neben Elektrotechnik und Maschinenbau zu den drei klassischen Ingenieurdisziplinen. Du kannst „Bauingenieurwesen“ flächendeckend an über 70 Hochschulen und Universitäten in Deutschland studieren, neben dem Studiengang „Bauingenieurwesen“ werden auch Studiengänge wie Vermessungswesen oder Geotechnik dem Bauingenieurwesen zugerechnet, außerdem gibt es noch speziellere Studienangebote wie Holz- oder Umweltingenieurwesen. Auf das Bauwesen spezialisierte Hochschulen gibt es in Biberach oder Weimar.

Studiendauer:
6-7 Semester (Bachelor), wobei das siebte Semester meist das obligatorische Praxissemester ist, dass man bei Fachhochschul-Studiengängen absolvieren muss.
Zusätzlich 3-4 Semester (Master)

Anforderungen:
Du brauchst einen analytischen Verstand, um komplexe Projekte und auftretende Probleme in der Gesamtheit erfassen können.
Bauprojekte sind immer teuer. Du musst belastbar sein, um unter Termin- und Kostendruck arbeiten zu können.
Auch unter Belastung musst Du genau arbeiten können, weil Fehler teure und schwerwiegende Konsequenzen haben können.
Bei größeren Bauprojekten liegt die statische Bearbeitung nicht nur in einer Hand. Auch die Bauleitung wird auf Unterabschnitte aufgeteilt. Du musst teamfähig sein und Dich mit Kollegen abstimmen können.
Du sprichst mit Behörden, Bauarbeitern und Investoren: Dafür brauchst Du eine gute Kommunikationsfähigkeit auf verschiedenen Ebenen.
Infrastrukturprojekte finden überall und jederzeit statt. Bauingenieure müssen mindestens regionale, oft sogar nationale oder auch internationale Reisebereitschaft mitbringen. Und vielleicht auch bereit sein, nachts zu arbeiten, denn dann werden Schienen- und Wasserwege sowie Straßen gebaut und saniert.

 

Tätigkeiten eines Bauingenieurs
Bauingenieure bauen: Sie planen und konstruieren Deine gesamte Lebenswelt von Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen: Wohnhäuser, Geschäftshäuser und Bürogebäude, Brücken, Fabriken, Verwaltungsgebäude, Straßen- und Schienennetze, Brücken und Tunnel, Häfen und Flughäfen, Wasserversorgungs- und Abwassersysteme sowie Kraftwerke für traditionelle und regenerative Energien. Neben der Planung und Konstruktion gehören auch die Bauleitung und –überwachung zu den klassischen Aufgaben für Bauingenieure. Hinzugekommen sind in den letzten Jahrzehnten zunehmend Aufgaben in den Bereichen Sanierung, Energiemanagement, Projektentwicklung, Finanzierung und Betrieb (Facility Management) von Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen.

Bauingenieure sorgen dafür, dass bei allen Projekten die geltenden Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und gewährleisten dabei maximale Wirtschaftlichkeit. Grob gesagt: Der Bauingenieur sorgt dafür, dass Objekte, die der Architekt gestaltet, auch stehen bleiben. Dazu muss er die Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen bei gleichzeitig maximaler Wirtschaftlichkeit gewährleisten.

Bei einem Bauprojekt kümmern sich die Tragwerksplaner oder Konstrukteure zunächst darum, die Gestaltungsentwürfe in entsprechende Konstruktionsentwürfe zu übertragen und Masse- und Belastungsberechnungen durchzuführen. Das Bauunternehmen kümmert sich dann um die Erstellung des Bauwerks, dazu gehört auch die Planung des Baubetriebs einschließlich der Einrichtung der Baustelle.

Beispielaufgaben:
Bauprojekte planen
Statische Berechnung und Bemessung für alle Arten von Tragwerken unter Berücksichtigung geplanter Einwirkungen erstellen („Hochbau“)
Erdstatische Berechnungen und Bemessung für alle Arten von Erdbau- und Grundbaumaßnahmen erstellen unter Berücksichtigung von Bodenmechanik und Wasserhaltung („Tiefbau“ und „Verkehrswegebau“)
Ausschreibungs- und Angebotsunterlagen erstellen und Angebote prüfen
Gesamt- oder Teil-Projektleitung der Baumaßnahme (Baubetrieb, Bauleitung) übernehmen
Bauabrechnung durchführen
Gutachten erstellen (z.B. Lärm, Umwelt, Energie, Statik)
Bauabnahme durchführen und Bauwerk damit offiziell für ihre Bestimmung freigeben